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Jobeinstieg In Zeiten Der Krise, Teil 1

Jobeinstieg in Zeiten der Krise, Teil 1

„Willkommen im Team. Bleibt bitte zu Hause.“

Drei junge Frauen erzählen in einer Serie von Blog-Posts, wie der Arbeitseinstieg zu Beginn der Corona-Krise alles veränderte und wie der Übergang zum „New Normal“ funktioniert. Der Auftakt zu einer vierteiligen Serie.

Am 2. März ging es los. Zu dritt starteten wir neu bei walkerproject, einer Beratungsfirma im Gesundheitswesen am Flughafen Zürich. Einen Monat zuvor schien alles normal. Wir freuten uns auf unser Einführungsprogramm im Büro, viele Workshops und Teamevents. Die ersten Termine waren bereits gebucht.

Und dann kam doch alles anders. Ende Februar stand nicht nur der Jobeinstieg vor der Tür, sondern auch die Corona-Krise. Ab unserem ersten Arbeitstag verschärfte sich die Situation zunehmend und plötzlich ging alles sehr schnell. Der Bundesrat ordnete an: Bleiben Sie zu Hause.

Bei unserem neuen Arbeitgeber hieß es jetzt: Den internen Pandemieplan umsetzen, Kunden in der Krise unterstützen, Homeoffice anstelle von Kundenterminen und intern digitales Aufrüsten. Eine Mischung aus privaten und beruflichen Herausforderungen erwartete uns. Wir freuen uns Ihnen eine Blog-Serie aufzuschalten, in denen aus drei Perspektiven zu folgenden Themen berichtet wird:

Teil 1: Einstieg ins Ungewisse (von Nina Breitenstein)

Teil 2: Das digitale Aufrüsten (von Meriel Meiling)

Teil 3: Krisenmanagement im Spital (von Carla Walker)

Teil 4: Der Weg zu einem „New Normal“ (von Nina Breitenstein, Meriel Meiling und Carla Walker)

 

Teil 1: Der Einstieg ins Ungewisse

Ein Erfahrungsbericht von Nina Breitenstein, Junior Consultant bei walkerproject.

Schon seit knapp einem Jahr wusste ich, dass es am 2. März endlich soweit sein wird und ich mein Einstieg als Junior Consultant bei walkerproject haben werde. Lange hatte ich mich auf die kommende spannende Projektarbeit und aufregenden Teamevents bei meinem neuen Arbeitgeber gefreut. Und dann stand ich am 2. März im Aufzug des Prime Center 1 am Flughafen Zürich und fuhr in den 7. Stock. Damals wusste ich noch nicht, dass diese Erste auch eine meiner letzten Fahrten für die folgenden zwei Monate in diesem Aufzug sein wird. Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf: „Wie werden meine neuen Teamkolleginnen so sein? Was werde ich an meinem ersten Tag schon alles lernen? Bin ich vielleicht overdressed? Und wie werde ich die neuen Kolleginnen und Kollegen überhaupt begrüssen, da das gewohnte Händeschütteln aufgrund der voranschreitenden Corona-Krise bereits nicht mehr erlaubt war?“

Als ich im Büro ankam wurde ich von neugierigen und freundlichen Gesichtern empfangen. Auch Carla und Meriel waren schon da. Es war sehr angenehm zu wissen, dass ich nicht die einzige Neue war. Niemand wusste so richtig, wie wir uns begrüßen sollten, bis jemand mit Ellenbogen-Checks anfing. Obwohl dies eine sehr eigenartige Weise ist, sich bei neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen vorzustellen, war die Begrüssung doch sehr herzlich.

Gut organisiert starteten wir nach einem Willkommens-Kaffee in den Tag. Ich wusste bereits im Voraus, dass in den ersten beiden Wochen viele verschiedene Einführungsblöcke, bei walkerproject Onboardings genannt, auf mich warteten. Damit wir drei neuen Junior Consultants gleich alle Arbeitskolleginnen und -kollegen kennenlernen konnten, wurde jedes dieser Onboardings von einem anderen Teammitglied übernommen. Der erste Tag begann mit einer Büro-Tour. Es folgte eine Einführung zu den Arbeitsstandards bei walkerproject, eine zur internen Rollenklärung sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Eckpunkte des Gesundheitswesens. Bereits während den ersten Tagen begannen sich erste Einschränkungen durch Covid-19 abzuzeichnen, indem nicht alle Onboardings wie geplant stattfanden. Einige wurden als „Walking Meetings“ durchgeführt, was bedeutete, dass diese Einführungen während eines Spaziergangs rund um das Flughafengelände stattfanden. Nichtsdestotrotz gingen die ersten Tage mit viel Motivation und Zuversicht zu Ende. Wir hatten noch keine Ahnung, was schon am Freitag unserer ersten Woche auf uns zukommen würde.

An diesem Freitag, dem 6. März, fand unser erster Team-Huddle statt. Der Begriff Huddle kommt aus dem American Football und bezeichnet eine kurze Besprechung vor und während des Spiels, um Spielzüge und Strategien zu besprechen. Nachdem alles wie geplant startete und wir mittlerweile auch die letzten Arbeitskolleginnen und -kollegen kennengelernt hatten kam der Schock: Ab sofort galt Stufe 2 des internen Pandemieplans, was bedeutete, dass das gesamte Team per sofort ins Home-Office geschickt wurde. Ab diesem Zeitpunkt sollten alle Meetings virtuell oder als „Walking Meetings“ durchgeführt werden, bevorstehende Workshops wurden vorerst abgesagt und unsere noch geplanten Onboardings sollten per Video-Konferenz stattfinden. Etwas verloren stand ich in diesem Raum und wusste nicht so recht wohin mit meinen Gedanken. Niemand konnte mir sagen, wie lange diese Situation anhalten würde, was das für meinen weiteren Jobeinstieg bedeuten würde und wie ich mir ohne Erfahrung plötzlich alles von zu Hause aus beibringen sollte. Gerade als ich begonnen hatte, mich so langsam bei walkerproject einzufinden und mich auf meine ersten Projekte vorzubereiten, wurde ich komplett ausgebremst. Doch zum Glück hat walkerproject einige Hilfestellungen implementiert, die Carla, Meriel und mir dabei geholfen haben, den Jobeinstieg trotz Corona-Krise zu meistern.

Die Fortsetzung folgt am 01.Juli 2020 mit dem zweiten Teil „Das digitale Aufrüsten“.

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