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Integrierte Spitalplanung

Nutzerzentriert Bauen mit Integrated Facility Design
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Der Neubau als Chance für grundlegende Veränderungen

Gebäude sind in Beton gegossene Verhaltensweisen. Sie bestimmen zu einem nicht zu unterschätzenden Masse, wie sich die Menschen darin verhalten – wer sich oft sieht, wer eng zusammenarbeitet, was gut funktioniert und was den Alltag erschwert. Ein Neubau ist eine einmalige Chance, die Weichen für die Zukunft „richtig“ zu stellen und die bisherige Arbeitsweise gründlich zu überdenken. Gerade im Gesundheitswesen eine herausfordernde und komplexe Aufgabe. Oftmals wird das bereits bekannte Design reproduziert – einfach grösser, schöner, neuer. Die eigentlichen Nutzer werden erst in den Prozess einbezogen, wenn die Planung schon weit fortgeschritten und tiefgreifende Änderungen entweder gar nicht mehr möglich sind oder eine Menge kosten. Das Ergebnis sind mässig funktionale Bauten, verzögerte Projekte, Mehrkosten in Planung, Bau und Betrieb, unzufriedene Nutzer und eine verpasste Chancen, sich für die Zukunft bestmöglich aufzustellen.

Die Konsequenz daraus ist, dass die funktionale Perspektive im Bauprozess mehr Gewicht erhalten muss. Sie ist es, die während der nächsten 30 Jahren darüber entscheidet, ob ein Gebäude ein Erfolg ist. Die nächste Generation an Krankenhäusern soll es einfach machen, effiziente und sichere Teammedizin zu betreiben. Die Patientinnen und Patienten sollen sich wohlfühlen. Während der Realisierung eines Infrastrukturprojekts im Gesundheitswesen ist es darum absolut zentral, bei den zahlreichen baulichen Entscheidungen stets die Perspektive der zukünftigen Patienten, der dort tätigen Mitarbeitenden und der Betreiberin einzunehmen. Hier setzt unser Ansatz einer integrierten und nutzerzentrierten Spitalplanung an.

Die Orientierung am Patienten in der DNA der Infrastruktur verankern

Die folgenden vier Fragen müssen in jedem Spitalplanungsprozess präzise beantwortet werden:

  • Welche Ziele verfolgen wir mit diesem Gebäude? Antwort: Die Strategie
  • Was werden wir in diesem Gebäude machen? Antwort: Die Angebotsplanung
  • Wie werden wir arbeiten? Antwort: Die Prozesse
  • Was werden wir dazu brauchen? Antwort: Die 9 Flüsse der Medizin

Die Antworten zu diesen vier Fragen geben viele Dinge vor. Wer denkt, er könne diese zentralen Fragen der Spitalplanung später beantworten, irrt. Der Handlungsspielraum fehlt dann.

Eine moderne Infrastruktur orientiert sich daran, wie sich der Patient durch das Gebäude bewegt und wie die Leistungen zum Patienten kommen. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist der sogenannte Wertstrom. In einem Spital existieren neun verschiedene Flüsse, die in Einklang gebracht werden müssen.

Aufeinander abgestimmt werden müssen die Flüsse von: Patienten und Angehörigen, Mitarbeitenden, Informationen, Medikamenten, Verbrauchsmaterial, Geräten und schliesslich die übergeordnete Prozesslogik. Spitäler nach den Bedürfnissen von Patienten zu bauen hat sich als richtig erwiesen. Der Leitspruch „der Patient kommt immer zuerst“ findet auch hier seine Berechtigung. Dies jedoch mit entscheidendem Einbezug der Bedürfnisse der Mitarbeitenden.

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Konzeption von Gesundheitsbauten

Design Thinking wird im Bauwesen als innovativer Ansatz verwendet, die Planung von Neu- und Umbauprojekten innovativ und nachhaltig zu gestalten. Es werden funktionale Bauten definiert, die patientenzentriert, wirtschaftlich, sicher und einfach zu nutzen sind. Design Thinking im Bau integriert sich in ein zukunftsweisendes Verständnis von Spitalplanung. In allen Etappen einer modernen Spitalplanung werden die Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen eingeholt. Obschon viele Mitarbeitende und Planer bereits einmal Patienten waren, vergisst man schnell, wie es auf der anderen Seite ist.

Zentral für eine integrale Spitalplanung ist, dass Patienten und Angehörige, die Mitarbeitenden und die Bauverantwortlichen Seite an Seite am Design der Zukunft arbeiten. Der amerikanische Stararchitekt Louis Sullivan begründete das Prinzip „Form ever follows Function“ bereits 1896. Es ist ein bewährtes Prinzip der Architektur, den Weg von der Funktion zur Form einzuschlagen. Im Spital reicht das nicht. Die Kette ist wesentlich länger: von der Strategie zu den Prozessen, dann von den Prozessen zur Funktion und schliesslich von der Funktion zur Form. Es ist naheliegend, dass diese Arbeiten nicht alleine von Architekten geführt werden können. Der Auftraggeber eines Neubaus steht hier in der Verantwortung.

Integrale Spitalplanung kennt viele Ausprägungen. Das Team walkerproject plädiert dafür, möglichst früh in einer Prototypenzone zu arbeiten. Dort werden die Prozesse mit Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden entwickelt und gleich getestet. Es wird gemeinsam entschieden, wie in Zukunft gearbeitet werden soll und welche Anforderungen daraus an einen Bau entstehen. So entwickeln sich die Mitarbeitenden bereits vor dem Bezug des Neubaus in Richtung Zukunft. Die Vorgehensweise schafft die Plattform um Innovation sehr zielorientiert zu provozieren.

Wir stellen in der Rolle als Spitalplaner sicher, dass Entscheidungen konzeptgetreu und im Hinblick auf optimale Betriebsaufläufe getroffen werden. Wir lassen die Erkenntnisse aus zahlreichen operativen Projekten einfliessen und stellen Sicher, dass keine kurzfristige Optimierung des Bauprojektes auf Kosten des Betriebs erfolgt.

Unsere Angebote

Masterplanung

Die Vogelperspektive: Datenbasiert, unter Einbezug der Experten der medizinischen Fachbereiche und in Abstimmung mit der Angebotsplanung, wird eine Hypothese zur Platzierung verschiedener Einheiten auf einem Areal oder in einem Gebäude entworfen.

Makro-Design

Ein interprofessionelles Design Team klärt mithilfe von „1:1 Mock-Ups / Prototypen“, wie in einem bestimmten Funktionsbereich in Zukunft gearbeitet wird. Das Change Management und die Vorbereitung zur neuen Arbeitsweise starten bereits zu diesem Zeitpunkt der Spitalplanung.

Mikro-Design

Der Detailgrad der Prototypen (1:1 Mock-Ups) wird erhöht. Je nach Fokus werden Detailprozesse auf Stufe Workflow entwickelt oder die exakte Grösse und Ausstattung einzelner Räume definiert. Die baulichen Anforderungen werden fortlaufend abgeleitet und mit der architektonischen und technischen Planung synchronisiert.

Begleitung der baulichen Realisierung

Als Spitalplaner begleiten wir den gesamten Bauprozess aus einer funktionalen Perspektive. Wir stellen sicher, dass, die bestmögliche Lösung aus Sicht des späteren Betriebs ermöglicht wird. Es wird ein schlüssiges Gesamtkonzept ermöglicht mit der richtigen Leistung für den Patienten und das unterstützende Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden.

Inbetriebnahme

Damit das neue Gebäude optimal genutzt wird und sich die Mitarbeitenden vom ersten Tag her wohl fühlen, braucht es eine gezielte Vorbereitung der Inbetriebnahme. Wir unterstützen den Prozess über simulationsbasierte Trainings und durch systematisches Coaching nach dem Bezug.

Wollen Sie mehr erfahren?

Wollen Sie mehr über das Thema integrierte Spitalplanung von uns erfahren? Gerne erzählen wir Ihnen bei einem unverbindlichen Gespräch mehr über unsere Projektarbeit oder beantworten Ihre offene Fragen. Ihre Ansprechpartner aus dem Kompetenzzentrum Spitalplanung freuen sich auf Ihre Nachricht!

Christophe Vetterli

Kompetenzzentrum Spitalplanung

Fabian Bischof

Kompetenzzentrum Spitalplanung

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